Nicole-Anastassia Schröder

Proxmox ist kein Nischenprodukt mehr: Unsere Eindrücke von den proxtalks 2026

Wer am 20. Oktober den Westhafen Pier 1 in Frankfurt betrat, merkte schnell: Hier geht es nicht um ein Experiment für Bastler. Die proxtalks, ausgerichtet von der Thomas-Krenn.AG, waren komplett ausgebucht. Einen Tag lang drehte sich alles um Proxmox VE, die Open-Source-Plattform für Virtualisierung, und um die Frage, wie Unternehmen sie im produktiven Betrieb einsetzen.

Für CONTENSI waren unser Geschäftsführer Moataz Elmasry und unser DevOps Engineer Julius Schlüter vor Ort. Auf dem Programm standen technische Vorträge, Erfahrungsberichte aus der Praxis und viel Zeit für den Austausch mit Herstellern, Entwicklern und anderen IT-Fachleuten.

Moataz Elmasry und Julius Schlüter mit Konferenz-Badges vor einer grauen Fotowand, darunter das proxtalks-Logo und das Datum 20.10.2026, Frankfurt

Moataz Elmasry (links) und Julius Schlüter bei den proxtalks 2026 in Frankfurt

Die Themen des Tages

Die Vorträge zeigten, wie breit Proxmox inzwischen aufgestellt ist. Für Unternehmen, die einen Wechsel prüfen, waren vor allem diese Themen interessant:

  • Hochverfügbarkeit und Storage. Gleich mehrere Vorträge drehten sich um die Frage, wie Daten ausfallsicher gespeichert werden. Im Mittelpunkt standen Ceph, das direkt in Proxmox integriert ist, und LINSTOR als weitere Lösung für hochverfügbaren Speicher. Ein Thema war auch, wie sich Speicherplatz effizient nutzen lässt, ohne bei der Leistung Abstriche zu machen.
  • Standortübergreifende Cluster und Disaster Recovery. Was passiert, wenn ein ganzer Standort ausfällt? Dazu ging es um Ceph-Umgebungen, die Daten zwischen mehreren Standorten spiegeln, ein wichtiger Baustein für echte Ausfallsicherheit.
  • Software-defined Networking. Wie sich Netzwerke in Proxmox-Clustern per Software steuern lassen, war Thema eines Praxisvortrags, am Beispiel eines kleinen Clusters. Gerade für mittelständische Umgebungen ist das spannend.
  • KI im eigenen Rechenzentrum. Ein Vortrag beschäftigte sich damit, Grafikkarten direkt im Hypervisor zu nutzen, um KI-Anwendungen selbst zu betreiben. Daten bleiben dabei im eigenen Haus, ein Thema, das auch uns bei Private AI beschäftigt.
  • Moderne Arbeitsplätze mit Kasm. Unser neuer Partner Kasm Technologies sprach darüber, wie sich Kasm Workspaces mit Proxmox kombinieren lässt, um Desktops und Anwendungen sicher in den Browser zu streamen.
  • Automatisierung und Betrieb. Weitere Themen waren die automatische Verteilung von Last im Cluster und der kontrollierte Shutdown bei Stromausfall im Zusammenspiel mit einer USV. Gerade solche Details entscheiden im Alltag darüber, ob ein Betrieb stabil läuft.

Stimmen aus dem Team

Für Julius Schlüter waren es die ersten proxtalks:

„Für mich war es das erste Mal bei den proxtalks, und ich fand es eine schöne und informative Veranstaltung. Es gab einige spannende Vorträge und Erfahrungsberichte sowie interessante Einblicke in aktuelle und geplante Neuerungen, sowohl bei Proxmox selbst als auch bei anderen Unternehmen, die mit Proxmox arbeiten.“

Neben den Vorträgen zählte vor allem der Austausch. Die proxtalks boten eine gute Gelegenheit, mit anderen Anbietern ins Gespräch zu kommen und mögliche künftige Partnerschaften anzustoßen.

„Mitgenommen habe ich einiges an Wissen rund um Ceph, Kasm, USV und natürlich Proxmox selbst. Proxmox scheint mittlerweile kein Nischenprodukt mehr zu sein und ist definitiv auch bei immer mehr anderen Unternehmen in den Fokus gerückt.“

Was das für Unternehmen bedeutet

Die proxtalks haben gezeigt, was wir auch in Gesprächen mit IT-Verantwortlichen erleben: Immer mehr Unternehmen suchen nach wirtschaftlichen, flexiblen und herstellerunabhängigen Alternativen zu klassischen Virtualisierungsplattformen. Proxmox ist dabei längst eine ernstzunehmende Option, auch für den produktiven Betrieb.

Die Vorträge haben aber auch deutlich gemacht: Die Plattform allein ist nicht der entscheidende Punkt. Ob ein Wechsel gelingt, hängt an Fragen wie Storage, Hochverfügbarkeit, Netzwerk, Backup und einem geordneten Betrieb. Genau deshalb lohnt es sich, einen Wechsel sorgfältig zu planen, statt ihn übers Knie zu brechen.

Unser Fazit

Open Source ist im Rechenzentrum angekommen. Proxmox zeigt, dass leistungsfähige Virtualisierung, Hochverfügbarkeit und moderne Storage-Konzepte nicht von proprietären Plattformen abhängen müssen.

Wir nehmen aus Frankfurt viele Impulse für unsere Arbeit mit, und wir freuen uns schon auf die nächsten proxtalks. Danke an die Thomas-Krenn.AG für die Organisation und an alle Referentinnen und Referenten für die spannenden Einblicke.

Sie überlegen, ob Proxmox für Ihr Unternehmen in Frage kommt? In unserem Proxmox-Workshop schauen wir gemeinsam auf Ihre bestehende Umgebung. Danach erhalten Sie eine klare Empfehlung mit einem groben Fahrplan, ob und wie sich der Wechsel für Sie lohnt. Mehr zu unserem Proxmox-Angebot

← Zurück zum Blog

Der nächste Schritt

Fragen zu diesem Thema?

Wir ordnen ein, was für Ihre Umgebung relevant ist – ohne Verkaufsgespräch.

Erstgespräch vereinbaren
Ansprechpartner Moataz Elmasry Geschäftsführer und Enterprise Architekt

Zugang zum Slack-Channel anfragen

Kurz ein paar Angaben – wir schalten Sie danach frei.

Öffnet Ihr E-Mail-Programm mit einer vorausgefüllten Nachricht an jreincke@contensi.com – zum Absenden bitte dort einmal bestätigen.