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Cloud Exit: Wann sich der Weg zurück aus der Public Cloud lohnt
Cloud Repatriation - der geplante Rückzug von Workloads aus der Public Cloud - ist 2026 im Mainstream angekommen. Laut Marktbeobachtungen zählt IDC inzwischen 71 Prozent der befragten Unternehmen zu den „Repatriierern", eine Barclays-Umfrage unter CIOs kommt auf 86 Prozent, die zumindest Teile ihrer Workloads zurückholen wollen. Aber lohnt sich das auch für Sie?
Warum Unternehmen überhaupt zurückgehen
- Unterschätzte Kosten: Bereits 2023 gab eine IDC-Studie an, dass bei 69 Prozent der befragten IT-Entscheider die tatsächlichen Cloud-Kosten die ursprüngliche Erwartung übertroffen haben.
- Cloud Waste: Laut Flexeras „State of the Cloud Report 2024" schätzen Unternehmen, dass bis zu 32 Prozent ihrer Cloud-Ausgaben ungenutzt oder ineffizient eingesetzt sind.
- Egress-Kosten: Der Datentransfer aus der Cloud heraus wird bei der ursprünglichen Kalkulation regelmäßig unterschätzt.
- Datensouveränität: DSGVO, DORA und - für KRITIS-Betreiber - das KRITIS-Dachgesetz machen Datenhoheit zunehmend zum strategischen statt nur technischen Thema.
Was ein Exit tatsächlich kostet
Öffentlich bekannte Fälle zeigen beide Seiten der Rechnung: Die Vorab-Investition in eigene Hardware bewegt sich häufig zwischen 500.000 und 2 Millionen Euro, dazu kommen Personalkosten für Betrieb und Migration. Dem stehen teils erhebliche laufende Einsparungen gegenüber - vielzitierte Beispiele aus der Presse sind Dropbox mit rund 75 Millionen US-Dollar Einsparung über zwei Jahre oder 37signals mit rund 2 Millionen US-Dollar pro Jahr. Diese Größenordnungen lassen sich nicht eins zu eins übertragen, zeigen aber: Bei ausreichend stabiler, planbarer Last kann sich eigene Infrastruktur klar rechnen.
Wann sich ein Exit lohnt - und wann nicht
Ein vollständiger Cloud-Exit lohnt sich vor allem bei Workloads mit stabiler, vorhersehbarer Last, hohem Datenvolumen und langer Nutzungsdauer - klassische Kandidaten sind Storage, Datenbanken und interne Anwendungen ohne starke Lastspitzen. Stark schwankende oder saisonale Workloads bleiben in der Cloud oft günstiger. Die realistischste Antwort ist meist nicht „ganz oder gar nicht", sondern eine bewusste Hybrid-Entscheidung pro Workload.
Unser Ansatz: Cloud-Exit-Strategie statt Bauchentscheidung
Genau das ist der Grund, warum wir eine Cloud-Exit-Strategie als eigene Leistung anbieten: Wir bewerten herstellerneutral, welche Workloads sich wirtschaftlich auf dedizierte Infrastruktur verlagern lassen - und welche bewusst in der Cloud bleiben sollten.
Quellen: IDC (2023, 2026), Flexera „State of the Cloud Report" (2024), Barclays CIO-Umfrage (2026).
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